Domain und Hosting einfach erklärt — was gehört wem?

4 Min. LesezeitStand 17. August 2026Von Neese Consulting

Kurz gesagt

Die Domain ist Ihre Internetadresse (zum Beispiel malerbetrieb-krause.de) und kostet 10 bis 20 € im Jahr. Das Hosting ist der Speicherplatz, auf dem die Seite liegt; für kleine Seiten oft kostenlos, sonst 5 bis 20 € im Monat. Beides sollte auf Ihren Namen laufen — nicht auf den der Agentur. Wer Domain und Zugänge nicht besitzt, verliert im Streitfall die eigene Adresse.

Die Domain — Ihre Adresse

Die Domain ist das, was Kunden eintippen: ihr-betrieb.de. Sie mieten sie bei einem Registrar (Anbieter) für meist ein Jahr im Voraus, danach verlängert sie sich automatisch. Kosten: für .de etwa 10 €, für .com etwa 15 bis 20 € im Jahr.

Der wichtigste Satz dieses Artikels: Die Domain muss auf Sie eingetragen sein — Ihr Name, Ihre Firma, Ihre E-Mail-Adresse. Nicht auf die Agentur, den Neffen oder den Baukasten-Anbieter. Wer als Inhaber eingetragen ist, besitzt die Adresse. Wir sehen regelmäßig Betriebe, deren Website nach einem Streit mit dem Dienstleister einfach weg war — samt der Adresse, die auf allen Fahrzeugen und Visitenkarten stand.

Das Hosting — der Speicherplatz

Die Dateien Ihrer Website müssen irgendwo liegen und rund um die Uhr abrufbar sein. Das ist Hosting. Früher kostete das immer Geld, heute gilt:

  • Einfache Seiten (eine oder wenige Seiten, keine Anmeldung, kein Shop) laufen bei modernen Anbietern im kostenlosen Tarif — schnell, weltweit, ohne Wartung.
  • Seiten mit Shop, Mitgliederbereich oder Datenbank brauchen einen bezahlten Tarif, meist 5 bis 20 € im Monat.

Auch hier gilt: Das Konto beim Hoster gehört Ihnen. Der Dienstleister bekommt Zugriff — nicht umgekehrt.

Und die E-Mail?

Eine E-Mail-Adresse mit eigener Domain (info@ihr-betrieb.de) wirkt seriöser als eine bei einem Gratisanbieter und ist meist ein eigenes, günstiges Zusatzprodukt (2 bis 5 € im Monat pro Postfach). Sie hängt an der Domain — noch ein Grund, sie zu besitzen.

Die drei Zugänge, die Sie haben sollten

  1. Registrar (Domain): Sie können die Adresse verlängern, umziehen, weiterleiten.
  2. Hosting: Sie können die Seite sichern, jemand anderem Zugriff geben, den Anbieter wechseln.
  3. Die Website selbst: Redaktionssystem oder Quelldateien, damit Änderungen möglich sind — mit oder ohne den ursprünglichen Dienstleister.

Fragen Sie jeden Anbieter vor Vertragsschluss: „Bekomme ich am Ende alle drei Zugänge?“ Ein klares Ja ist ein gutes Zeichen. Ein Ausweichen nicht.

Bei ATELIER: Domain und Hosting laufen auf Ihren Namen, wir richten sie ein und übergeben beim Start alle Zugangsdaten. Sie sind an uns nicht gebunden. Häufige Fragen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Domain im Jahr?

Für eine .de-Adresse etwa 10 €, für .com etwa 15 bis 20 €. Angebote deutlich darüber enthalten meist Zusatzleistungen, die Sie nicht brauchen.

Kann ich meine Domain zu einem anderen Anbieter mitnehmen?

Ja, wenn Sie als Inhaber eingetragen sind. Der Umzug dauert meist wenige Tage und ist der Grund, warum die Eintragung auf Ihren Namen so wichtig ist.

Ist kostenloses Hosting seriös?

Für einfache Seiten ja — große Anbieter bieten es, weil kleine Seiten kaum Ressourcen brauchen. Achten Sie darauf, dass Sie die Seite jederzeit exportieren und umziehen können.