Website für Handwerker: Was wirklich draufgehört

5 Min. LesezeitStand 17. August 2026Von Neese Consulting

Kurz gesagt

Eine Website für einen Handwerksbetrieb braucht fünf Dinge: was Sie machen (in Kundenworten), wo Sie tätig sind, Bilder echter Arbeiten, Belege für Vertrauen (Meisterbetrieb, Bewertungen, seit wann) und eine Telefonnummer, die man auf dem Handy antippen kann. Alles auf einer Seite, in dieser Reihenfolge. Zehn Unterseiten, Firmengeschichte und Leitbild bringen keine Anfrage.

Warum die meisten Handwerker-Websites nicht funktionieren

Nicht, weil sie hässlich sind — sondern weil sie am Kunden vorbeireden. Der Besucher hat ein Problem (undichtes Dach, kaputte Heizung, Wohnung streichen) und drei Fragen: Macht der das? Ist der bei mir in der Nähe? Kann ich dem vertrauen? Wenn die Antworten nicht in den ersten Sekunden sichtbar sind, klickt er weiter — meist zum nächsten Treffer bei Google.

Die fünf Dinge, die draufgehören

1. Was Sie machen — in Kundenworten

Nicht „Sanitär, Heizung, Klima“, sondern „Heizung kaputt? Wir sind heute noch da.“ und darunter die Leistungen als Liste. Kunden suchen mit ihren Wörtern, nicht mit Ihren.

2. Wo Sie tätig sind

Ort und Umkreis, ausgeschrieben: „Wir sind in Kassel und 30 Kilometer drumherum unterwegs.“ Das ist für Google die wichtigste Information und für den Kunden die zweite Frage.

3. Bilder echter Arbeiten

Drei bis sechs eigene Fotos schlagen jedes Symbolbild. Handy-Fotos reichen, wenn das Licht stimmt und man das Ergebnis erkennt. Vorher/Nachher wirkt am stärksten.

4. Belege für Vertrauen

Meisterbetrieb, eingetragen in der Handwerksrolle, seit wann es Sie gibt, Bewertungen, Innung — was zutrifft. Keine Übertreibungen: „Familienbetrieb seit 1987“ ist stärker als „Ihr Premium-Partner für höchste Ansprüche“.

5. Die Telefonnummer, groß und antippbar

Auf dem Handy oben rechts, immer sichtbar, ein Tipp und es klingelt. Dazu ein kurzes Formular für Anfragen nach Feierabend. Mehr zur Abwägung unter Kontaktformular oder Telefon?.

Was Sie weglassen können

  • Die Firmengeschichte über drei Absätze — ein Satz reicht
  • Leitbild, Philosophie, Werte — Kunden lesen das nicht
  • Zehn Unterseiten — eine gute Seite mit klarer Reihenfolge schlägt sie alle
  • Stellenanzeigen auf der Startseite — die gehören auf eine eigene Seite, sonst wirkt der Betrieb überlastet

Die Reihenfolge, die funktioniert

Von oben nach unten: Was Sie machen und wo (mit Telefonnummer) → drei Gründe, warum Sie → Leistungen als Liste → Bilder → Bewertungen und Belege → wie es abläuft (Anruf, Termin, Angebot) → Kontakt. Wer bis unten liest, ist überzeugt. Wer nach dem ersten Bildschirm anruft, auch.

So sieht das aus: Wir bauen Handwerksbetrieben genau solche Seiten — meist bevor sie überhaupt fragen. Ein Beispiel sehen Sie oben auf unserer Startseite: Malerbetrieb Krause, ein fiktiver Betrieb, echte Struktur. Ihre eigene bekommen Sie kostenlos zum Anschauen. Beispiel anfragen.

Häufige Fragen

Brauche ich als Handwerker überhaupt eine Website?

Wenn Sie ausgelastet sind und nur über Empfehlung arbeiten: vielleicht nicht. Sobald Sie neue Kunden, junge Kunden oder Mitarbeiter gewinnen wollen, ja — die suchen zuerst bei Google, und ohne Seite existieren Sie dort nicht.

Reicht ein Google-Eintrag ohne Website?

Für den Anfang besser als nichts. Aber der Eintrag zeigt keine Arbeiten, erklärt nichts und wirkt ohne verlinkte Website unvollständig. Beides zusammen bringt die Anfragen.

Wie viele Seiten braucht meine Handwerker-Website?

Eine. Alles Wichtige in klarer Reihenfolge untereinander funktioniert für kleine Betriebe besser als viele Unterseiten — schneller gebaut, leichter gepflegt, auf dem Handy angenehmer.